JEFFREY HERLINGS UND GUILLEM FARRES GEWINNEN DEN MXGP DER TSCHECHISCHEN REPUBLIK
Der heiße Sommer der FIM Motocross-Weltmeisterschaft 2026 setzte sich an diesem Wochenende fort, als die zahlreichen Zuschauer für eine mitreißende Atmosphäre rund um die legendäre Rennstrecke Loketske Serpentiny beim MXGP der Tschechischen Republik sorgten. Dabei kam es zu einem Führungswechsel in der MXGP-Serie und vielleicht zum ersten Mal zu einem klaren Hinweis darauf, wo am Ende der Saison die Goldmedaillen in beiden Klassen vergeben werden könnten!
Loket präsentierte sich das ganze Wochenende über im strahlenden Sonnenschein und in einem fantastischem Zustand. Die traditionelle Partystimmung in dieser malerischen Ecke Tschechiens war in vollem Gange, während die Fahrer mit einem harten Untergrund zu kämpfen hatten, der sie alle zwang, vorsichtig mit dem Gas umzugehen.
Mit seinem ersten perfekten Wochenende der Saison 2026 übernahm Jeffrey Herlings die Führung in der MXGP-Weltmeisterschaft. Auf seiner Honda HRC Petronas feierte er seinen 119. GP-Sieg und zog mit Joel Smets, Stefan Everts und Antonio Cairoli gleich – mit seinem vierten Sieg in Loket. Damit stehen die vier erfolgreichsten GP-Fahrer aller Zeiten in den Rekordbüchern von Loket ganz oben!
Jeffreys Honda HRC Petronas Teamkollege Tom Vialle nutzte seine Startstärke, um den zweiten Gesamtrang zu erreichen, sein erstes Podium seit Trentino vor vier Monaten, während Romain Febvre hart um den dritten Gesamtrang kämpfte, sein viertes Podium in Folge für das Kawasaki Racing Team MXGP.
Herlings feierte mit einem perfekten 1-1-1-Ergebnis seinen 119. Karrieresieg und seinen 225. Grand-Prix-Sieg! Damit baute er seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 49 Punkte vor Coenen aus, Febvre liegt weitere 25 Punkte hinter dem Belgier.
Jeffrey Herlings: „Drei Starts in Folge haben sehr geholfen und das Rennen gegen Tom war fair. Wir kennen uns lange genug, um uns nicht zu berühren. Das Motorrad ist unglaublich auf dieser Strecke, es klebt förmlich am Boden und lässt mich damit machen, was ich will. Aber für mich zählt nur eins: die goldene Startnummer also kämpfen wir weiter darum.“
Tom Vialle: „Die letzten beiden GPs waren hart, ein paar Stürze haben mich um gute Ergebnisse gebracht, deshalb fühlt sich das hier richtig gut an. Ich hatte dieses Wochenende drei super Starts und das hat sehr geholfen. Hinter Jeffrey zu fahren, hat mir geholfen, so viel wie möglich zu lernen, anstatt einfach nur vorbeizukommen. Schön, wieder dabei zu sein und das Motorrad wird immer besser, also sind wir auf einem guten Weg.“
Romain Febvre: „Ich bin gleichzeitig glücklich und enttäuscht. Ich bin in der ersten Kurve gestürzt, unter einem anderen Motorrad eingeklemmt und dachte schon, das Podium sei gelaufen. Irgendwie habe ich es dann doch noch geschafft und bin Fünfter geworden, ich kann es immer noch nicht fassen. Meine Starts waren das ganze Wochenende über nicht gut, mit einem besseren Start hätte ich, glaube ich, um den Sieg kämpfen können.“
MXGP-Gesamtwertung – Top-10-Klassifizierung: 1. Jeffrey Herlings (NED, Honda), 50 Punkte; 2. Tom Vialle (FRA, Honda), 42; 3. Romain Febvre (FRA, Kawasaki), 38; 4. Ruben Fernandez (ESP, Honda), 34; 5. Tim Gajser (SLO, Yamaha), 31; 6. Andrea Adamo (ITA, KTM), 29; 7. Jago Geerts (BEL, Beta), 25; 8. Jan Pancar (SLO, KTM), 23; 9. Roan Van De Moosdijk (NED, KTM), 23; 10. Isak Gifting (SWE, Yamaha), 19
MXGP – Weltmeisterschaft – Top-10-Klassifizierung: 1. Jeffrey Herlings (NED, Honda), 615 Punkte; 2. Lucas Coenen (BEL, KTM), 566; 3. Romain Febvre (FRA, Kawasaki), 541; 4. Tim Gajser (SLO, Yamaha), 489; 5. Ruben Fernandez (ESP, Honda), 414; 6. Andrea Adamo (ITA, KTM), 411; 7. Maxime Renaux (FRA, Yamaha), 408; 8. Tom Vialle (FRA, Honda), 367; 9. Kay de Wolf (NED, Husqvarna), 292; 10. Pauls Jonass (LAT, Kawasaki), 273
In der MX2-Klasse feierte Guillem Farres vom Triumph Racing Factory Team seinen vierten GP-Sieg in Folge. Seine Serie von sieben aufeinanderfolgenden Siegen endete jedoch mit dem Sieg von Liam Everts vom Nestaan Husqvarna Factory Racing Team im zweiten Rennen. Der Belgier verpasste das Podium allerdings, da Camden McLellan für einen Doppelsieg des Triumph Racing Factory Teams sorgte und der Lette Karlis Reisulis mit dem dritten Gesamtrang für das Monster Energy Yamaha Factory MX2 Team seine erste Grand-Prix-Podiumsplatzierung erreichte.
Guillem Farres: „Das Motorrad hat in den letzten drei Rennen richtig gut funktioniert, darüber freue ich mich. Das ist zwar nicht eine meiner Lieblingsstrecken, aber nach einigen nicht so guten Starts habe ich es trotzdem geschafft. Das Red Plate ändert für mich nichts, im Gegenteil, es macht mich nur noch hungriger auf den Sieg.“
Camden McLellan: „Bei allem Respekt vor den anderen Fahrern, ich denke, ich war das ganze Wochenende über der beste Fahrer. Kontrolliert, schnell, flüssig, fehlerfrei. Dieses Wochenende habe ich einen großen Schritt nach vorne gemacht, ich habe die Ellbogen eingesetzt und bin aggressiv gegen alle angetreten. Ich weiß, dass ich das Tempo habe, um ganz vorne mitzufahren. Ich muss nur noch die Starts in den Griff bekommen, dann läuft der Rest von selbst.“
Karlis Reisulis: „Das Podium ist eine Sache, aber ich bin einfach nur glücklich, dass ich heute zwei gute Rennen fahren konnte. Der Kampf mit meinem Bruder ist nicht einfach, er hat wirklich versucht, mich nicht vorbeizulassen, aber es macht Spaß, gegen ihn zu fahren. Ich habe lange darauf gewartet und freue mich schon auf die nächsten Runden.“
MX2-Gesamtwertung – Top-10-Klassifizierung: 1. Guillem Farres (ESP, Triumph), 47 Punkte; 2. Camden Mc Lellan (RSA, Triumph), 40; 3. Karlis Alberts Reisulis (LAT, Yamaha), 38; 4. Janis Martins Reisulis (LAT, Yamaha), 36; 5. Liam Everts (BEL, Husqvarna), 34; 6. Maxime Grau (FRA, Honda), 28; 7. Sacha Coenen (BEL, KTM), 28; 8. Julius Mikula (CZE, KTM), 27; 9. Gyan Doensen (NED, KTM), 22; 10. Kay Karssemakers (NED, Kawasaki), 21
MX2 – Weltmeisterschaftswertung: 1. Guillem Farres (ESP, Triumph), 618 Punkte; 2. Sacha Coenen (BEL, KTM), 585; 3. Camden McLellan (RSA, Triumph), 548; 4. Simon Langenfelder (GER, KTM), 547; 5. Liam Everts (BEL, Husqvarna), 520; 6. Janis Martins Reisulis (LAT, Yamaha), 476; 7. Karlis Alberts Reisulis (LAT, Yamaha), 376; 8. Mathis Valin (FRA, Kawasaki), 352; 9. Valerio Lata (ITA, Honda), 332; 10. Julius Mikula (CZE, KTM)
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