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DANIEL SANDERS ÜBERNIMMT MIT DEM 2. PLATZ AUF ETAPPE NEUN WIEDER DIE FÜHRUNG IN DER GESAMTWERTUNG DER RALLYE DAKAR

Daniel Sanders vom Red Bull KTM Factory Racing Team belegte auf der neunten Etappe der Rallye Dakar 2026 den zweiten Platz und übernahm damit wieder die Führung in der Gesamtwertung. Luciano Benavides wurde Neunter, nachdem er die ersten 100 Kilometer der Wertungsprüfung angeführt hatte, während ein technischer Defekt Edgar Canet ausbremste und ihn auf Platz 28 zurückwarf.

Die neunte Etappe begann in Wadi Ad-Dawasir und führte die Fahrer auf eine anspruchsvolle, sandige Strecke. Sie beinhaltete einen langen, selektiven Abschnitt mit schnellen Off-Piste-Passagen, technisch anspruchsvollen Canyon-Durchfahrten und ausgedehnten Dünenabschnitten am späten Nachmittag, wo Navigation, Ausdauer und technisches Verständnis entscheidend waren.

Als zweiter Fahrer auf der Etappe konzentrierte sich Sanders darauf, seinen Teamkollegen Benavides einzuholen. Doch als beide KTM-Fahrer bei Kilometer 34 eine schwierige Passage im Roadbook meisterten mussten, verloren sie Zeit und die Verfolgergruppe verkürzte den Vorsprung. Von da an fuhr Daniel in einer Gruppe bis ins Ziel und konnte sein Tempo den Bedingungen anpassen, um Schäden an seiner KTM 450 RALLY zu vermeiden. Mit dem zweiten Platz auf der Wertungsprüfung und fast fünf Minuten Bonuszeit führt Sanders nun die Rallye mit sechs Minuten und 24 Sekunden Vorsprung an.

Daniel Sanders: „Die Etappe war heute gar nicht so schlecht für mich, aber es ist natürlich frustrierend, so früh so viel Zeit zu verlieren. Gleich zu Beginn habe ich ins Roadbook geschaut und gesehen, dass es chaotisch werden würde, mit vielen Tempowechseln in einem neuen Gebiet. Wir haben eine knifflige Anweisung übersehen und als Luciano sich verfuhr, bin ich im Staub gelandet, was uns Zeit gekostet hat. Als Ricky ankam, haben wir den Fehler verstanden, aber da war schon viel Zeit verloren. Danach ging es darum, die Etappe zu managen und schon an morgen mit den weiteren Dünen zu denken. Der Rest der Etappe war recht unkompliziert, mit einem schnellen Finale und rauen Dünen. Ich bin im Felsenbereich vorsichtig gefahren, um Schäden zu vermeiden und insgesamt bin ich froh, hier zu sein und bereit, morgen wieder alles zu geben.“

Benavides, der als Erster in die Etappe startete und als Erster auf die knifflige Roadbook-Anweisung stieß, verlor gleich zu Beginn rund neun Minuten auf den Führenden. Der Argentinier kämpfte sich zurück, holte einige Minuten auf und verbesserte sich von Platz 35 bei Kilometer 84 auf Platz neun im Ziel. Obwohl er dadurch in der Gesamtwertung vom ersten auf den dritten Platz zurückfiel, startet Luciano mit einer günstigen Ausgangsposition in die 10. Etappe am Mittwoch.

Luciano Benavides: „Heute war nicht mein bester Tag. Im Roadbook stand eine knifflige Stelle und ich war als Erster dort. Ich habe einen Fehler gemacht und dann hat Daniel denselben Fehler gemacht. Ich glaube, niemand hat es gut gemacht. Als wir den Fehler endlich korrigiert hatten, hatte ich bereits rund neun Minuten verloren. Von da an ging es nur noch darum, ins Ziel zu kommen. Wir fuhren in einer Vierergruppe, was nicht einfach war, aber der Start von weiter hinten sollte morgen eigentlich von Vorteil sein. Das Bike ist in Ordnung. Der Hinterreifen hat einen kleinen Schnitt, aber nichts Ernstes, also ist alles gut.“

Canet erlebte auf der neunten Etappe erneut Höhen und Tiefen. Als Siebter in die Sonderprüfung gestartet, machte der Spanier seine Ambitionen deutlich, indem er die ersten 158 Kilometer in Führung lag. Ein technischer Defekt kostete ihn dann jedoch viel Zeit und warf ihn zurück. Edgar beendete die Etappe als 28. und konzentriert sich nun auf die morgige zweite Hälfte der Marathonetappe, wo er versuchen wird, seine Konkurrenten in den Dünen einzuholen. Die zweite Hälfte der Marathonetappe führt die Fahrer vom temporären Biwak nach Bisha. Die 371 Kilometer lange Zeitprüfung beginnt mit einem ausgedehnten Gebiet weicher Dünen, bevor sie später in schnellere Sandpisten übergeht. Eine kurze 47 Kilometer lange Verbindungsstrecke bringt sie dann zurück zum Biwak und ihren Teams.

Edgar Canet: „Ja, das war eine verrückte Etappe für mich. Am Anfang fühlte ich mich richtig gut. Ich hatte einen starken Rhythmus und eine gute Orientierung. Irgendwann sah ich viele Fahrer, die sich verfahren hatten, aber ich fand den Weg perfekt wieder und konnte weiterfahren. Danach holte ich die Führenden ein und versuchte zu überholen. Sie sahen mich aber nicht von hinten kommen, also musste ich etwas ausweichen. Ich touchierte einen großen Stein, fuhr aber weiter. Ich bin nicht gestürzt oder so und gab so einfach weiter Gas. Ich hatte heute einen richtig guten Rhythmus, ein super Gefühl auf dem Motorrad und alles funktionierte einwandfrei. Kurz vor dem Tankstopp hatte ich allerdings ein kleines Problem mit dem Motorrad, das mich etwas Zeit kostete, aber ich fühle mich gut und bin froh, es bis ins Ziel geschafft zu haben.“

 

Vorläufige Ergebnisse – Rallye Dakar 2026, Etappe 9

1. Tosha Schareina (ESP), Honda, 3:45:42

2. Daniel Sanders (AUS), KTM, 3:50:17 +4:35

3. Michael Docherty (RSA), KTM, 3:50:32 +4:50

4. Ricky Brabec (USA), Honda, 3:52:04 +6:22

5. Skyler Howes (USA), Honda, 3:53:36 +7:54

Weitere KTM

9. Luciano Benavides (ARG), KTM, 3:57:32 +11:50

28. Edgar Canet (ESP), KTM, 4:24:20 +38:38

 

Vorläufige Gesamtwertung – Rallye Dakar 2026 (nach 9 von 13 Etappen)

1. Daniel Sanders (AUS), KTM, 37:09:17

2. Ricky Brabec (USA), Honda, 37:15:41 +6:24

3. Luciano Benavides (ARG), KTM, 37:16:22 +7:05

4. Tosha Schareina (ESP), Honda, 37:24:45 +15:28

5. Skyler Howes (USA), Honda, 37:53:32 +44:15

Weitere KTM-Fahrer

10. Toni Mulec (SLO), KTM, 39:40:44 +2:31:27

42. Edgar Canet (ESP), KTM, 48:50:15 +11:40:58

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